Moderna in Stuttgart - Infos & Termine

Impfen in Stuttgart | Der Impfstoff “Spikevax” des Herstellers Moderna. Hier gibt’s die Infos und Terminbuchung.

Was ist Spikevax von Moderna?

Spikevax (vorher: Covid-19 Vaccine Moderna) ist ein sogenannter mRNA-basierter Impfstoff (mRNA = Messenger-Ribonukleinsäure). Die mRNA enthält den „Bauplan“ (Gen) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus SARS-CoV-2. Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Fettpartikel (Fett-Nanokörperchen) in die Körperzellen. Sie stellen dann für eine kurze Zeit das Corona-Eiweiß (S-Protein) her. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper und T-Zellen) gegen dieses S-Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft. Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren.

Wer darf die Impfung erhalten? 

Die EU-Kommission hat den Impfstoff Spikevax im Januar 2021 in der europäischen Union für Personen ab 18 Jahren zugelassen.

Seit Ende Juli 2021 ist der Impfstoff auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.

Anfangs hieß der Impfstoff mRNA-1273 und dann “Covid-19 Vaccine Moderna”. Mittlerweile hat er durch den Hersteller den Namen Spikevax erhalten.

Seit dem 10. November 2021 empfiehlt die STIKO Spikevax nur noch für Personen über 30 Jahre. Jüngeren wird der Impfstoff Comirnaty empfohlen.

Impfschema:

Spikevax wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind zunächst zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis wird 4 bis 6 Wochen nach der ersten gegeben. Danach wird eine dritte Impfung (Auffrischimpfung, “Booster”) nach mindestens drei Monaten empfohlen. Nach weiteren 3 Monaten wird eine 1. Auffrischimpfung empfohlen. Für ältere Personen über 70 Jahren wird drei Monate nach der 1. Auffrischungsimpfung die 2. Auffrischungsimpfung empfohlen. Die 2. Auffrischungsimpfung dürfen auch Personen, die in der Pflege arbeiten, nach sechs Monaten Abstand zur 1. Auffrischungsimpfung erhalten.

Impfschutz:

Die vollständige Impfserie mit Spikevax verringerte die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 um rund 93%. In der Placebo-Gruppe erkrankten 525 von 10.000 Personen, in der Impfstoff-Gruppe nur 39 von 10.000. Zum Vergleich: Die Wirksamkeit bei Grippe-Impfstoffen liegt nur bei durchschnittlich 60%. In den ersten Monaten nach der Impfung bleibt der Impfschutz stabil. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Impfschutz nach einer Zeit nachlässt, wie bei den anderen Impfstoffen auch.

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit Spikevax schwere Krankheitsverläufe vermeiden kann. Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, er oder sie hatte einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

Das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung mit Spikevax deutlich um etwa 98 %.

Schutz gegen Virusvarianten:

In verschiedenen Ländern und Regionen treten Varianten des Corona-Virus auf. Diese Varianten unterscheiden sich zum Beispiel durch Mutationen des S-Proteins voneinander. Sie werden wissenschaftlich untersucht, unter anderem um festzustellen, ob sie leichter von Mensch zu Mensch übertragbar sind und wie gut die vorhandenen Impfstoffe schützen.

Die bisherigen Studien zeigen, dass der Impfstoff Spikevax auch gegen die Omikron-Variante wirksam ist. Gegen die Omikron-Variante ist der Schutz allerdings schwächer und lässt innerhalb der ersten Monate deutlicher nach. Der Schutz lässt sich aber durch eine 3. Impfung (“Booster”) teilweise auffrischen.

Nebenwirkungen:

Leichte bis mäßige Nebenwirkungen nach Impfungen sind normal und gut, denn so zeigt der Körper, dass er auf den Impfstoff reagiert. Diese beschränken sich bisher laut Studie auf Symptome wie Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Erschöpfung.

Nach der Zulassung traten bei bestimmten Personengruppen nach einer mRNA-Impfung (Spikevax oder Comirnaty) vermehrt Fälle einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder einer Herzbeutelentzündung (Perikarditis) auf. Das Paul-Ehrlich-Institut und andere Arzneimittelbehörden haben festgestellt, dass diese Erkrankungen gehäuft bei männlichen Jugendlichen und jungen männlichen Erwachsenen auftreten – meist innerhalb weniger Tage nach der zweiten mRNA-Impfung. In den USA traten sie bei etwa 6 von 100.000 Jungen und Männern zwischen 12 und 24 Jahren auf. Bei Mädchen und Frauen im selben Alter waren es weniger als 1 von 100.000 Fälle.

Wenn in den ersten Wochen nach der Impfung folgende Symptome auftreten, sollte schnell eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden:

  • Brustschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Ungewöhnliches Herzklopfen oder Herzrasen

In der Zulassungsstudie trat bei sehr wenigen geimpften Menschen (0,02 %) eine Lähmung des Gesichtsnervs auf, auch Fazialisparese genannt. Im Laufe der Impfkampagne nach der Zulassung traten bislang nicht mehr Fälle von Fazialisparesen auf als vor Einführung der Impfung. Deshalb können die Arzneibehörden keinen Zusammenhang mit dem Impfstoff feststellen.

Bei weniger als 1 von 100.000 Impfungen treten allergische Sofortreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) auf, die in der Regel ohne Folgen bleiben. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen solche Fälle weiter gründlich.

Wir machen Pause! Die letzten Impfungen waren am 28. Mai 2022.

Weiterführende Links & Quellen